WMC-MODELL 3.0.0 · QUELLENSTAND 09.10.2026
Die Methodik hinter Ihrem Reifegradprofil
Der WMC-Entgelttransparenz-Reifegradcheck übersetzt organisatorische Grundlagen in ein nachvollziehbares Profil. Acht Fragen werden sechs Dimensionen zugeordnet. Die Einordnung beruht ausschließlich auf Ihren Antworten; Dokumente und tatsächliche Entgeltdaten werden nicht geprüft.
Zweck und methodischer Status
Das Modell dient der ersten organisatorischen Standortbestimmung. Es verbindet fachliche Themen aus dem EU-Rahmen zur Entgelttransparenz und Methoden geschlechtsneutraler Stellenbewertung. Die konkrete Auswahl der Fragen, Gewichtung, Reifestufen und Prioritäten ist ein internes WMC-Orientierungsmodell. Diese Ausgestaltung wird durch die Quellen nicht als verbindliches Punktesystem vorgegeben und ist nicht als empirischer Branchenbenchmark validiert.
Sechs Perspektiven auf die Vorbereitung
| Dimension | Gewicht |
|---|---|
| Geltungsbereich & Governance | 10 % |
| Jobarchitektur & gleichwertige Arbeit | 25 % |
| Vergütungsarchitektur | 20 % |
| Daten & Reporting | 20 % |
| Transparenzprozesse | 15 % |
| Beteiligung, Abhilfe & Befähigung | 10 % |
Jobarchitektur und Daten werden mit jeweils zwei Fragen betrachtet; die übrigen Dimensionen mit je einer. Die Branchen- und Größenangaben dienen dem Kontext und verändern den Score nicht.
Antworten, Berechnung und Nachweislücken
Jede bewertbare Antwort wird einer Stufe von 0 bis 4 Punkten zugeordnet. Bei gebündelten Kriterien zählt der am wenigsten entwickelte Teil. Wählen Sie die höchste Stufe, deren Aussagen vollständig zutreffen. Ist ein wesentlicher Teil nicht einschätzbar, wählen Sie die entsprechende unbekannte Antwort.
Je Dimension wird die Summe der Antwortpunkte durch vier mal die Zahl der zugehörigen Fragen geteilt und auf 100 normiert. Der Gesamtwert verbindet diese Dimensionswerte mit den oben genannten Gewichten. Unbekannte Antworten zählen konservativ mit null Punkten und erscheinen zusätzlich als Nachweislücken. Das ist keine Feststellung, dass eine Anforderung tatsächlich nicht erfüllt ist.
Die Antwortabdeckung ergibt sich aus der Zahl einschätzbarer Antworten geteilt durch acht. Sie misst weder die Richtigkeit der Selbstauskunft noch die Qualität vorhandener Nachweise.
Stufen und Prioritäten verstehen
- Ab 0 Punkten: Grundlagen ungeklärt.
- Ab 20 Punkten: Punktuell vorbereitet.
- Ab 40 Punkten: Strukturen im Aufbau.
- Ab 60 Punkten: Weitgehend vorbereitet.
- Ab 80 Punkten: Belastbar verankert.
Die höchste Gesamtstufe setzt zusätzliche Grundlagen voraus: ein Gesamtwert von mindestens 80 Punkten, die Kerndimensionen Jobarchitektur, Vergütung und Daten jeweils mindestens 60 Punkte sowie mindestens 75 Prozent einschätzbare Antworten. Die Empfehlungen berücksichtigen zuerst kritische Kerndimensionen unter 40 Punkten und besonders niedrige Dimensionswerte unter 20 Punkten. Danach folgen gewichtete Entwicklungsbedarfe; bei Gleichstand werden Nachweislücken berücksichtigt.
Welche Aussagen das Ergebnis erlaubt
Das Profil zeigt, wo Ihre Selbstauskunft belastbare Strukturen, Lücken oder Klärungsbedarf beschreibt. Es ersetzt weder eine Entgeltanalyse noch eine Prüfung von Dokumenten oder der geltenden nationalen Rechtslage. Auch 100 Punkte sind keine Compliance-Bestätigung. Die Modelle 2.1.0 und 3.0.0 sind wegen der geänderten Fragen nicht unmittelbar vergleichbar.
Quellen und Verantwortlichkeit
Herausgeber des Modells ist Wagner Management Consulting GmbH. Die fachlichen Grundlagen sind in der Richtlinie (EU) 2023/970, dem EIGE-Toolkit zur geschlechtsneutralen Stellenbewertung und ergänzend dem gradar Wiki zur Stellenbewertung beschrieben. Methodikstand des Checks: 9. Oktober 2026.
Zum acht Fragen umfassenden Selbstcheck · Fragen zur Einordnung mit WMC besprechen.
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